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Cloud-Lösungen sind gefragt und bieten unbestritten Vorteile,  welche da sind: 

  1. Teamarbeit

    Beim Zusammenarbeit im Team oder für den gemeinschaftliche Austausch ist die Cloud-Lösung besonders geeignet. Von überall aus können Mitarbeiter und Partner auf Inhalte in der Cloud zugreifen.

  2. Sicherheit

    In der Cloud werden Daten verschlüsselt gespeichert und täglich gesichert. Unternehmen können sich so vor Datenverlust schützen. Ob defekte Hardware oder gezielter Hacker-Angriff, die Risiken eines Datenverlustes können somit minimiert werden.

     
  3. Aktualität

    Softwareprodukt werden als spezielle Cloud-Lösungen angeboten. Hierdurch haben Sie die Gewissheit, dass jederzeit eine  aktuelle Version der genutzten Software zum Einsatz kommt, ohne dass man sich aktiv um Updates und Installationen kümmern zu muss.

  4. Mobilität

    Verschieden Geräte können parallel betrieben werden. Die Synchronisation der Daten erfolgt automatisch. Auch ist ein Hardwaretausch i.d.R. problemlos möglich.

Allerdings hat die Cloud-Welt auch Schattenseiten, die es zu berücksichtigen gilt:

  1. Kontrollverlust

    Mit einer Cloud verabschieden Sie sich freiwillig von der Möglichkeit, Ihre Daten komplett eigenverantwortlich zu verwalten oder auf eigenen Servern zu hosten. Die Auswahl des richtigen externen Partners nimmt viel Zeit in Anspruch, denn die sollte Ihnen kompromisslos in allen Bereichen von der Sicherheit bis zum Service entsprechen. Seriosität, Erfahrung und Vertrauenswürdigkeit sind dringende Kriterien. Der Weg zurück aus der Cloud oder der Wechsel eines Anbieters ist nur schwer möglich.
     
  2. Internet-Abhängigkeit

    Damit ein Teilnehmer an der Cloud auf sämtliche Inhalte zugreifen kann, ist eine ständige Online-Verbindung notwendig. Diese kann jedoch nicht immer sichergestellt werden oder ist z.T. nur mit einer geringen Bandbreite möglich, abhängig vom Aufenthaltsort des jeweiligen Mitarbeiters. Natürlich kann es auch zu Netzausfällen kommen, die den Zugriff auf Daten in einer Cloud und die Kooperation mit anderen Nutzern vollends unmöglich machen.
     
  3. Umsetzung der DSGVO

    Seit Mai 2018 ist mit der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ein sehr strenges Rahmenwerk für den sicheren Datenaustausch im Internet entstanden. Der gewählte Dienstleister muss Ihnen uneingeschränkt garantieren können, dass alle Anforderungen der DSGVO professionell umgesetzt werden. Ansonsten riskieren Sie durch ein Datenleck schlimmstenfalls Strafzahlungen in Millionenhöhe.

  4. Mitsprache bei der Versionierung

    Sie haben keinen Einfluss darauf, ob und zu welchem Zeitpunkt eine neuere Version vom Anbieter bereitgestellt wird. Neue Versionen haben oft anfängliche Programmfehler oder sind mit Einarbeitung- und Anpassungsaufwand verbunden. Eine Preview oder zeitliche Planungsmöglichkeit gibt es jedoch nicht.
     

  5. Performance

    Cloud-Applikationen sind meist Browser gesteuert, dies kann sich auf die Performance und Rechengeschwindigkeit auswirken. Daten müssen in jedem Fall ständig über Ihre Datenleitung übertragen werden.

  6. Länderübergreifend

    Cloud-Server wie Azure, oder Google sind derzeit fast ausnahmslos in USA angesiedelt. Politische Entwicklungen, eigenstaatliche Interessen, datenschutzrechtliche Rahmenbedingungen sollten dabei im Auge behalten werden. Die Gefahr das Geschäftsgeheimnisse von staatlichen Interesse sind und herausgegeben werden müssen besteht. Wie mit persönlichen Daten verfahren wird, ist außerhalb der EU unterschiedlich geregelt - für das Unternehmen gelten jedoch die strengen Bestimmung Ihres jeweiligen Landes. 

Selbstverständlich dürfen die Kosten nicht unterschätzt werden. Cloud-Speicher ist teuer, und der Speicherbedarf steigt stetig, während andererseits lokale Speichermedien immer günstiger werden. Die Kosten für eigene Server und deren Administration muss daher realistisch verglichen werden.

Das Thema Umwelt sollte heute und künftig eine gewichtige Rolle spielen. Der Stromverbrauch ist für das Unternehmen bei weitem die größte Quelle der Umweltbeeinflussung und der Strombedarf steigt. Cloud-Server ist keine CO2-freundliche Technologie. Während eigene Hardware bei Bedarf abgeschaltet werden kann, laufen Cloud-Server sieben Tage die Woche rund um die Uhr. Manche Cloud-Anbieter versuchen durch den Bezug des Stroms von weitestgehend umweltschonenden Erzeugungsquellen Kohlendioxid zu vermeiden. Wir alle wissen, dass der Strom weltweit größtenteils über Jahrzehnte hinweg aus nicht regenerativen Quellen gewonnen werden wird. Internet Boom benötigt immer mehr Energie. Weltweit steigt der Strombedarf rasant an. Rund 40 Großkraftwerke werden inzwischen benötigt, die allein für das Internet laufen. 

Welche Anwendungsbereiche besser in der Cloud verlagert, im Intranet oder lokal betrieben werde sollten, hängt vom Geschäftsfeld ab und wie weit o.g. Aspekte im Unternehmen eine gewichtige Rolle spielen. 

ma [31.01.2020]