• Was ist Estate Planning?
  • Neuerungen 2018
  • Datenschutz im Unternehmen: Was besagt die DSGVO?
  • Neuerungen 2019
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Auch im Jahr 2019 sind wieder einige Neuerungen zu berücksichtigen. Nachfolgend eine Überblick über die wichtigsten Änderungen:

Neue Vervielfältiger

Das Statistische Bundesamt hat für das Jahr 2019 neue Sterbetafel veröffentlicht. Die Kapitalwerte für lebenslänglichen Nutzung oder Leistung gelten für Bewertungsstichtage ab 1. Januar 2019. Der Kapitalwert ist nach der am 18. Oktober 2018 veröffentlichten Allgemeinen Sterbetafel 2015/2017 des Statistischen Bundesamtes unter Berücksichtigung von Zwischenzinsen und Zinseszinsen mit 5,5 Prozent errechnet worden.

Verbraucherpreisindex

Der Verbraucherpreisindex für 2018 beträgt 111,4

 

Multiplikatoren

Die aktuellen FINANCE - Multiples - November/Dezember (November/Dezember 2018) wurden veröffentlicht. Diese werden im kommenden Release von FINESS bei der Unternehmensbewertung nach der Multiplikatormethode zugrunde gelegt. Experten gehen derzeit von einem Höhepunkt bei den Unternehmensbewertungen aus.

Arbeitslosenversicherung 

Ab dem 1. Januar 2019 sinkt der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von 3,0 auf 2,5 Prozent. Da die Beiträge von Arbeitgebern und Beschäftigten jeweils zur Hälfte getragen werden, werden Arbeitgeber um 0,25 Prozent entlastet. Die Senkung auf 2,5 Prozent gilt bis zum 31.12.2022, danach steigt der Beitragssatz dann auf 2,6 Prozent.

Mindestbeitrag für die gesetzliche Krankenkasse

Für Selbstständige mit geringem Einkommen sinkt der Mindestbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung ab dem 1. Januar 2019. Er beträgt dann inklusive Pflegebeitrag nur noch rund 171 Euro im Monat. Bisher mussten Selbstständige, die sich freiwillig gesetzlich krankenversicherten, monatlich mindestens 423 Euro für die Kranken- und Pflegeversicherung zahlen. Dass sie ab 2019 weniger bezahlen müssen, liegt daran, dass die Bemessungsgrundlage von bisher 2.284 Euro auf 1.038 Euro abgesenkt wurde. Davon profitieren alle Selbstständigen, die weniger als 2284 Euro im Monat verdienen. Für freiwillig in der gesetzlichen KV versicherte Personen werden nun in FINESS die Gewinne aus 'selbständiger Arbeit' bei der Berechnung zugrunde gelegt.

Paritätische Krankenversicherungsbeiträge

Der Beitragssatz zur Gesetzlichen Krankenversicherung wird 2019 unverändert bei 14,6 Prozent liegen. Dazu kommt der Zusatzbeitrag, den jede Krankenkasse entsprechend ihres Finanzbedarfs von den Versicherten erhebt. Bisher mussten die Versicherten den Zusatzbeitrag alleine tragen. Dies ändert sich ab dem 1. Januar 2019. Er wird dann wieder paritätisch, also zur Hälfte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern, finanziert. Da der durchschnittliche Zusatzbetrag 2019 bei 0,9 Prozent liegt, steigt die Belastung für Arbeitgeber im Schnitt um rund 0,5 Prozent.

Höhere Beiträge in der Pflegeversicherung

Der Beitrag für die Pflegeversicherung steigt zum 1. Januar 2019 um 0,5 Prozent auf dann 3,05 Prozent. Finanziert wird er je zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Arbeitgeber werden also um 0,25 Prozent mehr belastet.

Mindestlohn

2019 steigt der gesetzliche Mindestlohn von derzeit 8,84 Euro auf 9,19 Euro. Ab 2020 müssen Arbeitgeber dann mindestens 9,35 Euro brutto pro Stunde bezahlen. Auch etliche Branchenmindestlöhne steigen, zum Beispiel im Dachdeckerhandwerk, im Elektrohandwerk, im Gebäudereinigerhandwerk, bei Zeitarbeitern und in der Pflegebranche.

Beitragsbemessungsgrenze Rentenversicherung

Die BBG West wird im Jahr 2019 in der allgemeinen Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung auf 6.700 Euro monatlich festgesetzt, jährlich sind dies 80.400 Euro. In der knappschaftlichen Rentenversicherung beträgt sie 98.400 Euro jährlich bzw. 8.200 Euro monatlich.

In den neuen Bundesländern gilt die BBG RV Ost von monatlich 6.150 Euro bzw. jährlich 73.800 Euro. In der knappschaftlichen Rentenversicherung sind dies 7.600 Euro monatlich bzw. 91.200 Euro jährlich.


Einkommensteuer 

Der Bundesrat hat am 23.11.2018 dem vom Bundestag bereits verabschiedeten "Gesetz zur Stärkung und steuerlichen Entlastung der Familien sowie zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen" (Familienentlastungsgesetz) zugestimmt.

Ab dem Monat Juli 2019 wird für jedes Kind 10 EUR mehr Kindergeld ausgezahlt.

Der Kinderfreibetrag wird für den VZ 2019 für jeden Elternteil auf 2.490 EUR (insgesamt 4.980 EUR, mit Betreuungsfreibetrag 7.620 EUR) erhöht. Die steuerliche Entlastungswirkung der Erhöhung des Kinderfreibetrags um jeweils 96 EUR (insgesamt 192 EUR) entspricht dem Jahresbetrag der Kindergelderhöhung (60 EUR).

Für den VZ 2020 wird der Kinderfreibetrag erneut erhöht, um der Kindergelderhöhung zu entsprechen, die sich im Jahr 2020 mit insgesamt 120 EUR pro Kind erstmals auf das gesamte Jahr auswirkt. Der Kinderfreibetrag wird dann für jeden Elternteil auf 2.586 EUR (insgesamt 5.172 EUR, mit Betreuungsfreibetrag 7.812 EUR) erhöht.

Der Grundfreibetrag steigt von 9.000 auf 9.168 EUR (2019) und 9.408 EUR (2020), ebenso wie der Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen.

Um der "kalten Progression" zu begegnen, werden die Eckwerte des Einkommensteuertarifs für die VZ 2019 (1,84 %) und 2020 (1,95 %) nach rechts verschoben. Hiermit soll dem Effekt begegnet werden, durch den Einkommenssteigerungen im Falle einer Inflation durch den progressiven Steuersatz mitunter aufgezehrt werden.

Steuerpflichtiger Rentenanteil

Bis zum Jahr 2040 muss jeder neue Rentnerjahrgang jährlich einen höheren Prozentsatz seiner Rente versteuern. Wer 2019 erstmals Rente bezieht, hat einen steuerpflichtigen Rentenanteil von 78 Prozent. 22 Prozent der Jahresrente bleiben steuerfrei.

Meldepflicht für Steuersparmodelle

Ab Juli 2020 müssen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Banken „möglicherweise aggressive“ grenzüberschreitende Steuergestaltungen ihrer Mandanten an die jeweils zuständigen Finanzbehörden melden.

Für die Vorbereitungen bleibt wenig Zeit, denn die Offenlegungspflicht gilt rückwirkend für alle Steuergestaltungen, die das jeweilige Unternehmen seit 25. Juni 2018 umgesetzt hat.

Ausblick

Alle die Beratungssoftware FINESS betreffenden Neuerungen wurden mit dem letzten Programmrelease umgesetzt. 

Erst nach Fertigstellung des Programmreleases bekannt gegeben wurden: 

 

Änderung des Baupreisindexes für die Bewertung von Immobilien.

Der Baupreisindex für Wohngebäude (Gebäudearten 1.01. bis 5.1. Anlage 24, Teil II., BewG) für Bewertungsstichtage in 2019 beträgt: 122,0

 

Der Baupreisindex für Nichtwohngebäude (Gebäudearten 5.2. bis 18.2. Anlage 24, Teil II., BewG) für Bewertungsstichtage in 2019 beträgt: 122,7

 

 

Änderung der aktuellen Rentenwerte ab 1.7.2019:

 

  1. Der aktuelle Rentenwert (West) beträgt ab dem 1.7.2019 33,05 €. Damit beträgt der Freibetrag bei der Anrechnung von eigenem Einkommen bei der Witwen-/Witwerrente ab 1.7.2019 West: 872,52 €.  Für jedes Kind, das grundsätzlich Anspruch auf eine Waisenrente hat, erhöht sich der Freibetrag um 185,08 €
  1. Der aktuelle Rentenwert (Ost) beträgt ab dem 1.7.2019 31,89 €. Damit beträgt der Freibetrag bei der Anrechnung von eigenem Einkommen bei der Witwen-/Witwerrente ab 1.7.2019 Ost: 841,9 €. Für jedes Kind, das grundsätzlich Anspruch auf eine Waisenrente hat, erhöht sich der Freibetrag um 178,58 €

 

[ma, 04.06.19]

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Viele kennen FINESS als professionelles Beratungssoftware für Estate Planner vor allem im Bereich Nachfolgeplanung. Immer noch wenige wissen, dass FINESS inzwischen auch als Finanzplanungssoftware bei CEPs wie CFPs erprobt und anerkannt ist.

Durch die Verbindung von Nachfolgeplanung mit der Finanzplanung und aufgrund den hohen Detailierungsgrades ist FINESS Professional Consult unschlagbar. Gerade dort wo es um eine nachhaltige, glaubhafte und haftungssichere Kundenberatung geht, punktet FINESS aufgrund des hohen Beratungsanspruchs. Im Bereich Vorsorgeplanung ist FINESS die einzige Software die Ihnen für Alter- und Pflege, Krankheit detaillierte Analysen über zu erwartende Steuerbelastungen, Sozialabgaben und tatsächliche Lebenshaltungskosten in Verbindung mit prognostiziertem Vermögen liefert. Wertpapierdepots können in FINESS ebenso erfasst und Optimierungsprogramme angebunden werden.

Denken Sie bei der Anschaffung bereits an ein internes Netzwerk von Spezialisten mit unterschiedlichen Schwerpunkten im finanz-, nachfolge- oder unternehmerischen Bereich und stimmen Sie Ihr System darauf individuell ab. In FINESS können verschiedene Fachbereich Detailfragen gemeinsam erfassen und zu einer Gesamtauswertung zusammenführen. Bankberater werden aufgrund der präzisen Ergebnisberechnung von Steuerberatern und Notaren geschätzt und Banken von Ihnen wiederum als Kompetenzträger empfohlen.

FINESS unterscheidet zwischen Online-Apps und Backoffice-Anwendung. Gerade im Online-Bereich können Kundendaten niemals mit absoluter Datensicherheit verarbeitet und gespeichert werden. Wir stellen daher nur zur Sensibilisierung und für den Erstkontakt Online-Applikationen, Broschüren und Formulare zur Verfügung, empfehlen jedoch, gerade bei einem derart sensiblen und komplexen Beratungsthema, detaillierte Erfassungsaufgaben und letztlich weitere Auswertungen im Backoffice-Bereich durchzuführen. Erst mit Backoffice-Anwendung sind komplexere Datenanalysen und Just-In-Time Berechnungen  möglich. Backoffice-Anwendungen können heute mit nur wenigen Klicks ohne größeren technischen Aufwand auf einem Server unternehmensweit oder lokal bereitgestellt werden. 

Banken und Finanzdienstleiser sollten sich bei der Anschaffung von Beratungssoftware nicht von kostengünstigen Online-Anwendungen und stark vereinfachten Darstellungen täuschen lassen. Schnittstellen, schnelle Verfügbarkeit oder geringe Anschaffungskosten sollten keinesfalls Hauptargument sein. Setzen Sie bei der Wahl einer Software die richtigen Schwerpunkte. Entscheiden für den Erfolg ist letztlich ob das Ergebnis vollständig, korrekt und nachvollziehbar ist und ob der Kunde einen Mehrwert erhält. Unsere Tests haben ergeben, dass Softwarelösungen selbst etablierter und anerkannter Rechenzentren oder Softwareanbieter oft unbrauchbare Ergebnisse liefern.

Sprechen Sie mit uns, wir erstellen ein individuelles und maßgeschneidertes Angebot für Sie.

[ma, 24.04.2019]

 

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Jeder erfolgreiche Betrieb kommt zwangsläufig in Kontakt mit personenbezogenen Daten ihrer Kunden. Im Zuge dessen müssen jedoch einige datenschutzrechtlichen Aspekte berücksichtigt werden, die mit der Einführung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) am 25. Mai 2018 sogar noch verschärft werden. Das Wichtigste zum Datenschutz in Unternehmen erläutert der folgende Artikel.

Verantwortung für personenbezogene Daten

In der DSGVO ist nicht ganz eindeutig klassifiziert, welche Informationen von Nutzern als personenbezogene Daten gelten. Grundsätzlich handelt es sich dabei aber um alle Angaben, mit denen eine natürliche Person direkt oder auch indirekt identifiziert werden kann. Das schließt unter anderem den Namen, die Adresse, die Telefonnummer, Profilbilder sowie die IP-Adresse ein.

Besonders wichtig ist dabei, dass sowohl die unmittelbaren Nutzer als auch die Verarbeiter der Daten für deren Sicherheit verantwortlich sind. Werden die erhobenen Angaben also zu einem bestimmten Zweck weitergegeben, kann im Falle einer Datenpanne trotzdem das Unternehmen haften. Ein Beispiel ist etwa der Versand von Weihnachtspost an die Bestandskunden: Werden hierzu die Adressen an die beauftragte Druckerei übermittelt, muss zunächst eine entsprechende Einwilligung vonseiten des Kunden vorliegen sowie im Idealfall eine vertragliche Vereinbarung dazu, dass etwaige Forderungen aufgrund eines Datenschutzverstoßes nicht auf die Firma selbst zurückfallen können.

DSGVO-Einhaltung nachweisen

Grundsätzlich besteht eine Rechenschaftspflicht gegenüber den Betroffenen sowie gegenüber prüfenden Stellen. So muss ein Unternehmen stets nachweisen können, dass es die Regelungen nach der DSGVO einhält. Bei Nutzeranfragen muss beispielsweise innerhalb eines Monats geantwortet sowie darüber aufgeklärt werden, welche Daten zu welchem Zweck verarbeitet werden. Auch in welcher Form und für wie lange die Speicherung erfolgt, ist dem Kunden zu nennen. Gleichzeitig hat der Betroffene das Recht, eine Berichtigung oder Löschung seiner Daten zu veranlassen.

Um diese kurzen Fristen einhalten zu können, ist es notwendig, entsprechende technische wie organisatorische Vorkehrungen zu treffen. Idealerweise hat ein Datenschutzbeauftragter im Unternehmen jederzeit schnellen Zugang zu den gewünschten Informationen.

Nutzereinwilligung stets einholen

Grundsätzlich muss vor jeder Datenverarbeitung die Einwilligung des Betroffenen eingeholt werden. Sollen die Angaben für verschiedene Zwecke verwendet werden, ist zu jedem eine gesonderte Erlaubnis notwendig. Diese kann der Nutzer wiederum jederzeit widerrufen. Im Zuge dessen gilt jedoch auch ein verschärftes Koppelungsverbot. Demnach kann das Zustandekommen eines Vertrages nicht mehr von der Erteilung des Einverständnisses in die Verarbeitung der Nutzerdaten  abhängig gemacht werden.

Des Weiteren darf nach der DSGVO eine Speicherung der personenbezogenen Daten nur so lange erfolgen, wie sie für den ursprünglichen Zweck nachvollziehbar vonnöten ist. Werden zum Beispiel im Zuge eines Online-Gewinnspiels die Adressen von Nutzern erhoben, so muss bei Beendigung des Gewinnspiels sofort eine Löschung derer erfolgen. Mit dieser Regelung soll einer Vorratsdatenspeicherung künftig vorgesorgt werden.

Datenschutz im Marketing

Das Marketing spielt in jedem Betrieb eine Rolle. Doch insbesondere hierbei sind die Datenschutzvorgaben, wie das Auskunftsrecht der Betroffenen, zu berücksichtigen. Möchte ein Unternehmen beispielsweise das sogenannte Social Media Monitoring durchführen, um neue Werbestrategien zu entwickeln, ist es wichtig, ausschließlich Beiträge, die für jeden als öffentlich zugänglich markiert worden sind, zu analysieren sowie diese Daten von Anfang an zu anonymisieren.

Weitere Informationen zum Thema hat der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. unter www.datenschutz.org zusammengestellt.

Laura Gosemann, 20.03.2018

 

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Laut einer aktuellen Studie des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) reichen bei mehr als die Hälfte aller 55- bis 64 jährigen Erwerbstätigen die derzeitigen Rentenanwartschaften nicht, um den aktuellen Konsum zu decken. 

 

  • In dieser Gruppe ist der aktuelle Konsum größer als die bisher erworbenen Rentenanwartschaften.
  • Potentielle Versorgungslücke beträgt durchschnittlich 650 Euro monatlich, wenn alle drei Säulen der Alterssicherung (gesetzlich, betrieblich, privat) herangezogen werden
  • Nur die Hälfte kann im Rentenfall ihren Konsum mit allen drei Säulen der Alterssicherung mehr als fünf Jahre decken
  • Privates Vermögen kann die potentielle Versorgungslücke deutlich reduzieren
  • Private Versicherungen wie Riester- oder Rürup-Verträge reduzieren den Anteil der Personen mit Versorgungslücke dagegen nur geringfügig.

Bei der Studie handelt es sich um statistische Werte. Noch immer sind die meisten Erwerbstätigen sich über ihre ganz persönliche Versorgungssituation im Alter im Unklaren. Der vom DIW ermittelte Wert stimmt mit dem überein was wir bei einem durchschnittlichen Fall in einer Softwareanalyse ermittelt haben. Dennoch ist jeder Fall individuell anders gelagert und muss im Einzelnen betrachtet werden. Diesbezügliche Auswertungen können jedoch von Laien nicht ohne weiteres selbst durchgeführt werden, weil hier sozialversicherungs- und einkommensteuerliche Fragen eine wichtige Rolle spielen. Hinzukommen Betrachtungsansätze für den Pflege- oder Todesfall, welche insgesamt bei der Planung mitberücksichtigt werden sollten.

 

Die Beratungssoftware GeNe/F.I.N.E.S.S wurde genau für die o.g. Problematik der Versorgungslückenermittlung unter Berücksichtigung von prognostiziertem Vermögen im Alter konzipiert. Mit FINESS kann für den durchschnittlichen Erwerbstätige bereits in wenigen Minuten eine exakte Versorgunglücke berechnet werden, konkrete Handlungsempfehlungen und ein stimmiges Nachfolgekonzept inklusive. Somit kann sich auch für weniger vermögende Personen eine Kundenberatung interessant sein, vor allem weil gerade diese Gruppe von einer hohen Versorgungslücke im Alter bedroht ist und dies oft nicht durch privates Vermögen kompensieren kann. GeNe stellt übergangsweise Pilotlizenzen für Interessenten zur Verfügung und hilft bei der Vertiefung fachlicher Inhalte auf diesem Gebiet. 

 

 

 

 

 

 

 

Auch im Jahr 2018 sind wieder einige Neuerungen zu berücksichtigen. Nachfolgend eine Überblick über die wichtigsten Änderungen:

Neue Vervielfältiger

Das Statistische Bundesamt wird im Jahr 2017 keine neue Sterbetafel veröffentlichen. Daher sind die Vervielfältiger zur Berechnung des Kapitalwerts lebenslänglicher Nutzungen oder Leistungen, die nach der am 20. Oktober 2016 veröffentlichten Sterbetafel 2013/2015 des Statistischen Bundesamtes ermittelt und mit Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 4. November 2016 veröffentlicht wurden (bereits in F.I.N.E.S.S integriert), auch für Bewertungsstichtage ab dem 1. Januar 2018 anzuwenden.

Verbraucherpreisindex

Der Verbraucherpreisindex für 2017 beträgt 109,3.

Baupreisindex

Die neuen Baupreisindizes zur Bewertung von Immobilien ab 2018 betragen für Wohngebäude (Gebäudearten 1.01. bis 5.1. Anlage 24, Teil II., BewG)  116,8 und für Nichtwohngebäude (Gebäudearten 5.2. bis 18.2. Anlage 24, Teil II., BewG) 117,4.

Bruttogrundflächenermittlung

Im Zuge der Umstellung auf die geänderten Umrechnungsfaktoren wurde der Faktor von bisher auf 1,9 für Wohnungseigentum übernommen. Dieser wird auf 1,55 geändert.

Multiplikatoren

Die aktuellen FINANCE - Multiples - November/Dezember (06/2017) wurden veröffentlicht. Diese werden ab 02/2018 in FINESS bei der Unternehmensbewertung nach der Multiplikatormethode zugrunde gelegt. Einen weiteren Anstieg der Multiples erwarten die Experten für die Branche derzeit nicht. Eine Zeitlang dürften sich die Bewertungen aber noch auf hohem Niveau seitwärts bewegen, bevor auf längere Sicht ein erneutes Absinken wahrscheinlich wird.

Sozialabgaben

Die Bundesregierung hat am 22.11.2017 beschlossen, den Beitragssatz in der gesetzlichen Rentenversicherung ab 1.1.2018 von 18,7 % auf 18,6 % zu senken. Außerdem sinkt der Beitragssatz in der knappschaftlichen Rentenversicherung auf 24,7 %.

Die Bemessungsgrenze, bis zu welcher Beiträge auf Arbeitsentgelt oder Rente zu zahlen sind, steigt bei der Rentenversicherung auf monatlich 6500 Euro in Westdeutschland und auf 5800 Euro in Ostdeutschland.

 

Bei der gesetzlichen Krankenversicherung steigt die bundesweit einheitliche Beitragsbemessungsgrenze auf 4425 Euro pro Monat. Ab sofort gilt die Pflicht zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung bis zu einem monatlichen Einkommen von 4950 Euro.

 

Diese Anpassungen sind bereits in der aktuellen FINESS Version enthalten.
 

Einkommensteuer

 

Beitragszahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung, berufliche Versorgungswerke oder Rürup-Verträge können 2018 bis zu 23.712 Euro berücksichtigt werden, 350 Euro mehr als im Vorjahr. 86 Prozent der Beiträge werden als Sonderausgaben abgezogen, 2 Prozentpunkte mehr als 2017.

Der Grundfreibetrag, das steuerfreie Existenzminimum, steigt um 180 Euro auf 9000 Euro pro Person und Jahr. Für Ehe- und Lebenspartner, die eine gemeinsame Steuererklärung abgeben, gilt der doppelte Betrag.

Diese Änderungen sind bereits in FINESS enthalten.

Soziale Pflegeversicherung

Der Beitragssatz zur Sozialen Pflegeversicherung beträgt für das Jahr 2018 2,55 Prozent bzw. für Kinderlose 2,80 Prozent. Somit ergeben sich keine Änderungen im Vergleich zum Vorjahr:

AN-Beitragssatz ohne Sachsen:  1.275 %
AN-Beitragssatz Sachsen:          1,775 %
AG-Beitragssatz ohne Sachsen:  1,275 %
AG-Beitragssatz Sachsen:
         0,775 %

Der Beitragssatz für die Soziale Pflegeversicherung wird vom Gesetzgeber bestimmt und ist damit bei allen Pflegekassen identisch. Höhere Beiträge ergeben sich für Versicherte mit einem hohen Einkommen aufgrund einer Anhebung der Beitragsbemessungsgrundlage von monatlich 4.305 € auf 4.425 €.

Steuerpflichtiger Rentenanteil

Bis zum Jahr 2040 muss jeder neue Rentnerjahrgang jährlich einen höheren Prozentsatz seiner Rente versteuern. Wer 2018 erstmals Rente bezieht, hat einen steuerpflichtigen Rentenanteil von 76 Prozent. 24 Prozent der Jahresrente bleiben steuerfrei.

Riesterzulage

 

Die Grundzulage für Riesterverträge wird 2018 von 154 auf 175 Euro erhöht. Dieser Zuschuss zur privaten Altersvorsorge wird gewährt, wenn mindestens vier Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens in ein zertifiziertes Riester-Produkt fließen. Die Erhöhung gilt auch für bereits bestehende Riesterverträge.

 

Kindergeld

Das monatliche Kindergeld wird um zwei Euro pro Kind erhöht. Für das erste und zweite Kind gibt es dann jeweils 194 Euro, für das dritte 200 Euro und für das vierte sowie jedes weitere Kind 225 Euro pro Monat.

Mindestlohn

Dieser beträgt zwar weiterhin 8,84 Euro pro Stunde. Aber Tarifverträge, die unter dem Mindestlohn liegen, sind ab sofort nicht mehr zulässig.

Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II

Ab sofort erhalten Alleinstehende monatlich sieben Euro mehr – also 416 Euro. Paare bekommen sechs Euro mehr – also 374 Euro pro Person. Und die monatlichen Sätze für Kinder steigen je nach Alter um drei bis fünf Euro.

Versorgungsfreibetrag

Für Pensionäre verringert sich der Versorgungsfreibetrag. Bei Versorgungsbeginn 2018 bleiben noch 19,2 Prozent der Pension steuerfrei, höchstens jedoch 1440 im Jahr. Der Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag verringert sich auf 432 Euro.

Altersentlastungsbetrag

Wer 2018 seinen 65. Geburtstag feiert und deshalb erstmals Anspruch auf den Altersentlastungsbetrag hat, erhält 19,2 Prozent, höchstens 912 Euro als Abzugsbetrag auf bestimmte Einkünfte.

EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Hinsichtlich der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung befinden wir uns derzeit in den letzten Monaten des Übergangszeitraums, bis diese  am 25. Mai 2018 Anwendung findet. Als Lizenznehmer von FINESS profitieren Sie automatisch von zahlreichen Funktionen und Features, die Ihren Weg zur Compliance für die neuen Regelungen ebnen.

Die DSGVO umfasst viele Anforderungen zur Erfassung, Speicherung und Nutzung von personenbezogenen Daten. Um eine unrechtmäßige Verwendung von Daten (vor allem durch die Verarbeitung von Daten ohne Zustimmung des Betroffenen) zu verhindern, müssen entsprechende Anwendungen und Prozesse überarbeitet oder geschaffen werden. Da Betroffene nun das Recht haben, Daten zu korrigieren, die Zustimmung zurückzuziehen, das Löschen anzufordern oder eine Kopie ihrer Daten abzurufen, benötigen Organisationen passende Systeme für die Umsetzung dieser neuen Anforderungen. Unternehmen müssen außerdem erweiterte Datenrichtlinien implementieren, um die Nutzung personenbezogener Daten im Einklang mit der DSGVO abzubilden und die neuen Transparenz-, Protokoll- und Berichtsanforderungen zu erfüllen.

Ausblick

Alle Neuerungen werden spätestens mit dem nächsten Programmrelease bereitgestellt.

 

Stand: 25.02.2018 (ma)

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