• Was ist Estate Planning?
  • Neuerungen 2018
  • Datenschutz im Unternehmen: Was besagt die DSGVO?
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Im Jahr 2020 müssen einige gesetzliche und steuerliche Anpassungen vorgenommen werden. Nachfolgend eine Überblick über die wichtigsten Änderungen. 

Neue Vervielfältiger

Das Bundesministerium der Finanzen hat am 2.12.2019 gemäß § 14 Absatz 1 Satz 4 BewG die neue Vervielfältiger zur Berechnung des Kapitalwerts lebenslänglicher Nutzungen oder Leistungen bekanntgegeben, die nach der am 5. November 2019 veröffentlichten Sterbetafel 2016/2018 des Statistischen Bundesamtes ermittelt wurden und für Bewertungsstichtage ab dem 1. Januar 2020 anzuwenden sind.


Verbraucherpreisindex

Das Statistische Bundesamt hat den Verbraucherpreisindex vom bisherigen Basisjahr 2010 auf das neue Basisjahr 2015 umgestellt (2015 = 100). Der aktuelle Verbraucherpreisindex beträgt 106,2. Der vorläufige Verbraucherpreisindex für 2019 beträgt 105,3. Der endgültige Verbraucherpreisindex wird am 16.1.2020 veröffentlicht.

 

Multiplikatoren

Die neuen FINANCE - Multiples zur Unternehmensbewertung für November/Dezember 2019 werden voraussichtlich ab Januar bereitgestellt.  

Einkommensteuer 

Der Bundesrat hat am 23.11.2018 dem vom Bundestag bereits verabschiedeten "Gesetz zur Stärkung und steuerlichen Entlastung der Familien sowie zur Anpassung weiterer steuerlicher Regelungen" (Familienentlastungsgesetz) zugestimmt.

Für den VZ 2020 wird der Kinderfreibetrag erneut erhöht, um der Kindergelderhöhung zu entsprechen, die sich im Jahr 2020 mit insgesamt 120 EUR pro Kind erstmals auf das gesamte Jahr auswirkt. Der Kinderfreibetrag wird dann für jeden Elternteil auf 2.586 EUR (insgesamt 5.172 EUR, mit Betreuungsfreibetrag 7.812 EUR) erhöht.

Der Grundfreibetrag steigt von 9.000 auf 9.408 EUR (2020), ebenso wie der Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen.

Um der "kalten Progression" zu begegnen, werden die Eckwerte des Einkommensteuertarifs für 2020 (1,95 %) nach rechts verschoben. Hiermit soll dem Effekt begegnet werden, durch den Einkommenssteigerungen im Falle einer Inflation durch den progressiven Steuersatz mitunter aufgezehrt werden.

Sozialversicherung

Die Sozialversicherungswerte für 2020 lauten:

Beitragsbemessungsgrenze GRV West 2020: 82.800 € p.a.
Beitragsbemessungsgrenze GRV Ost 2020: 77.400 € p.a.
Beitragsbemessungsgrenze GKV und GPV 2020: 56.250 € p.a.

Der Höchstbeitrag für den Abzug Sonderausgaben Altersvorsorgeaufwendungen bei Einkommensteuerrechner für VZ 2020 beträgt im Grundtarif 25.046 € und im Splittingtarif 50.092 €.

 

Steuerpflichtiger Rentenanteil

Bis zum Jahr 2040 muss jeder neue Rentnerjahrgang jährlich einen höheren Prozentsatz seiner Rente versteuern. Wer 2020 erstmals Rente bezieht, hat einen steuerpflichtigen Rentenanteil von 80 Prozent. 20 Prozent der Jahresrente bleiben steuerfrei.

 

Solidaritätszuschlag

Erst ab 2021 wird der Solidaritätszuschlag für rund 90 Prozent der bisherigen Zahler weitgehend abgeschafft werden. Spitzenverdiener sollen jedoch nicht vom Soli befreit werden.

 

Weitere Neuregelungen

Klimaschutzpaket

  • Ab 2020 sollen energetische Sanierungen steuerlich gefördert werden.
  • Ab 2020 soll die Luftverkehrsabgabe erhöht werden. Im Gegenzug soll die Mehrwertsteuer auf Bahnfahrkarten im Fernverkehr von 19 auf sieben Prozent reduziert werden. 
  • Eine befristete Anhebung der Entfernungspauschale wird für Fernpendler geplant: Ab 2021 soll ab dem 21. Kilometer die Pauschale von derzeit 30 Cent auf 35 Cent angehoben werden. Diese erhöhte Pauschale soll nur befristet bis 31. Dezember 2026 gelten.

Gesetz zur steuerlichen Förderung der Elektromobilität


Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung

Der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt im Jahr 2020 1,1%, im Vergleich zu bisher 0.9%. Dadurch erhöht sich bei einer private Krankenversicherung der Beitragszuschuss durch den Arbeitgeber oder Rentenversicherungsträger.

 

Entlastung von Betriebsrentnern (GKV-Betriebsrentenfreibetragsgesetz ab 1.1.2020)

Die Regierungskoalition hat eine Senkung der Kassenbeiträge zur Betriebsrente beschlossen. Die Entlastung soll bereits zum 1. Januar bei den Betroffenen ankommen.

Ab 1. Januar gilt ein sogenannter Freibetrag von 159 Euro. Für die ersten 159 Euro der Betriebsrente müssen dann keine Kassenbeiträge mehr gezahlt werden. Erst darüber hinaus wird die Betriebsrente verbeitragt. Heißt konkret: Wer im kommenden Jahr zum Beispiel 169 Euro im Monat Betriebsrente bekommt, zahlt nur auf 10 Euro Kassenbeiträge. Das sind bei einem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und einem Zusatzbeitrag von 1,1 Prozent nur 1,57 Euro. Nach der bisherigen Regel hätte der Kassenbeitrag auf die gesamte Betriebsrente angerechnet werden müssen.

 

Höherer Mindeslohn

Der Mindestlohn steigt ab dem 1. Januar von derzeit 9,19 Euro auf 9,35 Euro. Auch Empfänger von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II erhalten zu Jahresbeginn 1,88 Prozent mehr Geld. Für alleinstehende Erwachsene steigt der Betrag beispielsweise um acht Euro auf 432 Euro im Monat.

 

Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung gesenkt

Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt ab 1.1.2020 auf 2,4 % (2019: 2,5 %). Die Regelung gilt befristet bis zum 31.12.2022.

 

Alle programmseitig relevanten Änderungen wurde im letzten Programmupdate 5.5.0.2 bereits berücksichtigt und umgesetzt. Für das nächste Programmrelease berücksichtigt werden folgende erst kürzlich bekanntgeben Änderungen:

Baupreisindex

Der Baupreisindex für Wohngebäude (Gebäudearten 1.01. bis 5.1. Anlage 24, Teil II., BewG) für Bewertungsstichtage in 2020 beträgt: 127,2
Der Baupreisindex für Nichtwohngebäude (Gebäudearten 5.2. bis 18.2. Anlage 24, Teil II., BewG) für Bewertungsstichtage in 2020 beträgt: 128,1

 

Manfred Angermeier, GeNe GmbH

Garching den 30.01.2020

Zum 1. Januar passen Städte und Kommunen in Deutschland die sogenannten Bodenrichtwerte an. Da der Immobilienboom seit Jahren anhält, werden die Werte deutlich steigen, besonders in Ballungsräumen wie München. Die Finanzämter orientieren sich an den Bodenrichtwerten, wenn sie die Erbschaft- und Schenkungsteuer berechnen. Besonders stark fallen die Unterschiede in Bundesländern aus, die die Bodenrichtwerte nur alle zwei Jahre anpassen. Dazu zählen neben Bayern auch Hessen oder Sachsen. Für wen eine vorzeitige Übertragung sinnvoll ist, hängt vom Wert der Immobilien und den persönlichen Freibeträgen ab. Steuerberater schicken Leute, die schenkungsteuergefährdet sind, deshalb derzeit gern zum Notar. Eigentlich sollten die Banken aussagekräftige Analysen für Ihre Kunden durchführen, jedoch führt nach einer internen Untersuchung derzeit nur jeder zweite Estate Planner eine Immobilienbewertung durch. 

[Süddeutsche Zeitung, 06.12.2018]

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Zum Thema Estate Planner und Generationenberatung können Berater inzwischen aus einer Vielzahl von Ausbildungsinstituten auswählen.  Die Inhalte unterscheiden sich z.T. erheblich. Auffällig ist jedoch,  dass bei allen Ausbildungsinstituten von der Einhaltung gesetzter Ethikregeln die Rede ist. Die Grundsätze ordnungsmäßigen Estate Planning sollen in allen Phasen des Estate Planning zur Anwendung kommen und durch die Vergabe von Titeln nach draußen kommuniziert und garantiert werden.

Sieht man sich die Ethikregeln genaue an, so stellen diese sich bei fast allen Ausbildungsinstituten in ähnlicher Weise dar. Hier ein Beispiel-Auszug eines zufällig ausgewählten Instituts:

  • Vollständigkeit bedeutet, alle Kundendaten zweckadäquat zu erfassen, zu analysieren und zu planen. Dieses beinhaltet insbesondere alle Vermögensgegenstände nach Verkehrs- und Steuerwerten sowie Verbindlichkeiten, Vermögensbilanz und die Verteilung der Vermögenswerte im Fall des Vermögensübergangs, Erträge und Aufwände, Einnahmen und Ausgaben, die Erfassung notwendiger persönlicher Informationen, wie beispielsweise die Familienstruktur und die Verträge, die in Verbindung mit Vermögensübergängen stehen.

  • Vernetzung bedeutet, alle Wirkungen und Wechselwirkungen der einzelnen Daten in Bezug auf Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, auf Erträge und Aufwände, Einnahmen und Ausgaben unter Einschluss persönlicher, rechtlicher, steuerlicher und volkswirtschaftlicher Faktoren zu berücksichtigen. Hier zu zählen auch die Liquiditätsbelastung aus Vermögensübergängen, der Liquiditäts- und Vermögensstatus der abgebenden und aufnehmenden Personen sowie die Auswirkungen der Empfehlungen.

  • Individualität bedeutet, den jeweiligen Kunden mit seiner Person, seinem familiären und beruflichen Umfeld, seinen Zielen und Bedürfnissen in den Mittelpunkt des Estate Planning zu stellen und keine Verallgemeinerungen zu diesen Punkten vorzunehmen.

  • Richtigkeit bedeutet, das Estate Planning im Grundsatz fehlerfrei, nach dem jeweils aktuellen Gesetzgebungsstand und nach anerkannten Methoden des Estate Planning durchzuführen. 

  • Verständlichkeit bedeutet, dass das Estate Planning einschließlich seiner Ergebnisse so zu präsentieren ist, dass der Kunde es versteht und nachvollziehen kann sowie seine im Rahmen des Auftrags gestellten Fragen beantwortet erhält.

  • Dokumentationspflicht bedeutet, dass das Estate Planning einschließlich seiner Prämissen und Ergebnisse in schriftlicher oder anderer geeigneter Form dem Kunden zur Verfügung zu stellen ist.

  • Einhaltung: Gute Beratung im Estate Planning gibt den Interessen des Kunden stets den Vorrang vor eigenwirtschaftlichen Interessen. Fairness, Kompetenz, Integrität, Objektivität, Professionalität, Vertraulichkeit und Sorgfalt sind unabdingbare Voraussetzungen für seriöses und nachhaltiges Estate Planning.

Trotz der selbst auferlegten Regeln wird von den selben Ausbildungsinstituten bei ihren Ausbildungsgängen zu wenig Praxisbezug vermittelt und  immer noch versäumt frühzeitig geeigneten Beratungssoftware in die Ausbildung zu integrieren. Wen wundert es da, dass im Zeitalter der Digitalisierung dieses  sensible Beratungsthema von einer Vielzahl der Estate Planner weiterhin ohne professionelle Beratungssoftware angegangen wird. 

Tatsächlich wird aufgrund der so vermittelten Arbeitsweisen, ohne eine notwendige technische Unterstützung, in der Realität keine einzige selbstauferlegte Ethikregel eingehalten. Somit wird trotz angepriesener Ethikregeln, erneut wertvolles Kundenvertrauen aufs Spiel gesetzt und laufen ausgebildete Berater Gefahr gegen das RDG zu verstoßen. 

 

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Auch in den kommenden Jahren werden die Renten in Deutschland weiter steigen. Bereits im kommenden Jahr müssen nach Angaben der Bundesregierung voraussichtlich 48.000 Rentnerinnen und Rentner erstmals Steuern zahlen. Demnach werden 2019 rund 

4,98 Millionen Senioren steuerpflichtig sein - fast doppelt so viele wie im Jahr 2005.

Dies geht aus einer Mitteilung des Bundesfinanzministeriums aus einer Anfrage der Linken hervor. Die Prognose beruht auf einem für 2019 erwarteten Rentenplus von 3,2 Prozent in Westdeutschland bzw. 3,9 Prozent Ostdeutschland hervor. 

Welcher Anteil im Einzelnen besteuert wird, hängt vom Rentenbeginn ab. Bei Neurentnern des Jahres 2019 werden 78% der Altersbezüge steuerpflichtig sein. Dies hat zunehmend gravierende Auswirkung auf die Alters- und Pflegevorsorge der künftigen Rentner. Damit es kein böses Erwachen gibt ist eine detaillierte Vorsorgeberatung dringend geboten. 

Generationenberater können mit F.I.N.E.S.jederzeit die künftige Entwicklung der Altersvorsorge unter Berücksichtigung der steuerlichen Aspekte für Ihre Kunden genau berechnen.

Leider beschäftigen sich vielen Banken immer noch zu wenig mit detaillierten Analysen und möchten 'nur sensibilisieren'. Kunden sollten deshalb auf eine detaillierte Analyse bestehen und diese unbedingt auf Vollständigkeit überprüfen.

 

 

[Quelle MSN], ma

 

 

 

 

 

 

 

 

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    Bis 2024 werden voraussichtlich

  3,1 Bio. €

 vererbtdavon

 

  1290 Mrd. € Immobilien,


1440 Mrd. € Geldvermögen und


340 Mrd. € an Sachvermögen.

 


Es werden

2.024.000 Einfamilienhäuser

als Vermächtnis übertragen,

davon

1.137.000 Eigentumswohnungen

381.000 Zweifamilienhäuser

390.000 unbebaute Grundstücke

166.000 Mehrfamilienhäuser

und 245.000 sonstige Immobilien

alleine bis 2024 geschätzt.

 

 

Das Erb- und Schenkungsteueraufkommen ist von 

 

3 Mrd. im Jahr 2000

auf

 7 Mrd. im Jahr 2016

gestiegen.

 

Bedacht werden sollen Partner und Kinder mit 91%, andere Verwandte 38 %, Wohltäter 20%,

Stiftungen/Vereine 19%, Freunde 16%

und Haustiere 5%.

 

 

 


Quellen: Deutsche Bundesbank, DIW, Deutsches Institut für Altersvorsorge, Postbank, Wealth-X, F.A.Z-Archiv